
Geschichte zum Anfassen – das erlebten wir bei unserem Ausflug nach Rastatt. Gemeinsam besuchten wir die Erinnerungsstätte des Bundesarchivs im Schloss und die Kasematten der ehemaligen Festung. Ein Tag, der zeigte, wie eng unsere regionale Geschichte mit dem Kampf für Freiheit und Demokratie verbunden ist.
In der Ausstellung des Bundesarchivs wird die Geschichte der Freiheitsbewegungen von 1848/49 lebendig. Wir erfuhren, wie mutige Menschen in Baden für eine Verfassung, gleiche Rechte und politische Teilhabe kämpften. Rastatt war damals das Zentrum der badischen Revolution – hier erhoben sich Soldaten gegen Fürstenwillkür und hier endete der Aufstand nach der Belagerung der Festung.
Die anschließende Führung durch die Kasematten ließ die Ereignisse greifbar werden. In den engen, dunklen Räumen waren nach der Kapitulation viele Revolutionäre gefangen. Dort zu stehen, wo Revolutionäre für ihre Überzeugungen litten, zeigt, dass Freiheit und Demokratie nie selbstverständlich sind.
Auch Waghäusel war Teil dieser Geschichte. Bei der Schlacht im Juni 1849 versuchten badische Truppen, den Vormarsch der Preußen zu stoppen. Sie verloren, aber ihr Einsatz für Freiheit und Menschenwürde bleibt unvergessen. Noch heute erinnert das Freiheitsdenkmal an der Eremitage an diese Zeit.
Für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist das mehr als Geschichte. Die Werte, für die die Revolutionäre kämpften, sind die Grundlage unserer Arbeit: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Freiheit heißt Mitbestimmung. Gerechtigkeit heißt gleiche Chancen. Solidarität heißt Zusammenhalt.
Unser Ausflug nach Rastatt war nicht nur ein Blick zurück, sondern auch ein Anstoß nach vorn. Er erinnert uns daran, warum wir Politik machen: Damit Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Menschlichkeit auch in Zukunft lebendig bleiben – in Waghäusel und darüber hinaus.


