Neben dem deutlichen Bekenntnis zu den Beschäftigten von Schuler Pressen am Standort Waghäusel sprachen sich die Mitglieder der SPD Waghäusel auf der September Vorstandssitzung entsprechend deutlich gegen einen möglichen Konverterstandort „Hexenblättl“ aus. „Auch wenn die Entscheidung letzten Endes leider nicht im Ermessen kommunaler Entscheidungsträger liegt, so sind wir strikt gegen einen Kahlschlag in einem besonders wertvollen Mischwald direkt vor unserer Haustür. Die Natur hat sich dieses Gebiet, das zudem noch Schutzgebiet nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie beinhaltet, in den letzten Jahren zurückerobert, es wäre absolut paradox, nun dort mit Baggern anzurollen“ so der SPD Fraktionsvorsitzende Lutz Schöffel.
Der ebenso potenzielle Standort Landstraßenäcker stößt in Reihen der Waghäuseler Sozialdemokraten ebenfalls auf mehrheitliche Ablehnung. Zumindest im Vergleich mit dem Standort beim Philippsburger Atomkraftwerk, der durch seine direkte Nähe zur Stromanbindung und keine direkte Beeinträchtigung der Anwohnerschaft die größten Vorteile unter den possiblen Standorten aufweist. „Wir bleiben dabei: Wer die Energiewende will, der kann nicht nur A sondern muss auch B sagen. Es stellt sich in diesem Fall auch nur die Standortfrage, nicht die Frage nach der Notwendigkeit eines Konverters, der eben seinen Teil zur Umsetzung der Energiewende beiträgt. In der gesamten Diskussion der letzten Tage und Wochen kam dies nicht immer zu Tage. Im Allgemeinen braucht es eine Versachlichung der Thematik und einen auf Argumenten basierten Austausch auf Augenhöhe.“
War den "Aufstehenden" schon vor Wochenfrist in Philippsburg kein schöner Marsch beschieden, so soll dies auch am 10. Oktober in Wiesental so sein. Die SPD Waghäusel folgt und unterstützt dabei den gemeinsamen Aufruf von Waghäusel hilft! und DIF, sich aktiv für ein weltoffenes Waghäusel einzusetzen.
"Scheint die Sonne auch für Nazis?" fragten einst die Ärzte. "Wenns nach mir geht, tut sie´s nicht!" war die Antwort, die sie sich selbst darauf gaben. Und so tappten auch vergangenen Samstag bei strahlendem Sonnenschein 9 politisch minderbemittelte Demonstranten durch den Philippsburger Schatten, um ihre Parolen und widersinniges Gedankengut los zu werden. Trotz der kurzfristigen Ansetzung dieser "Kundgebung" fanden sich rund 250 Gegendemonstranten (Angaben der Polizei, nicht selbst gezählt) zusammen, um ihrerseits für ein offenes und solidarisches Miteinander einzustehen und dem braunen Mob Widerstand zu leisten. Darunter auch Mitglieder der SPD Waghäusel mit den Stadträtinnen Marita Baur, Gisela Kneisl und Sus Woll an der Spitze. Der braune Spuk fand auch alsbald sein Ende, als selbst die Unbelehrbaren irgendwann einsahen, dass ihre Demonstration relativ witzlos ist und sie sich auf die Heimreise begaben.
Nächste Vorstandssitzung
Die Vorstandschaft lädt herzlich zur nächsten öffentlichen Vorstandssitzung:
Donnerstag, 10. September, 19:30 Uhr
im Voglhais´l Wiesental
Jahreshauptversammlungen ohne Wahlen sind selten von großer Spannung geprägt. So bestand folglich auch die größte Spannung, die die rund 40 Mitglieder am Abend des 24. Juli umtrieb, aus der Vorfreude auf den gemütlichen Teil, der mit dem vierten Roten Abend folgen sollte.
Im Rechenschaftsbericht des Vorstands verwies selbiger auf ein hervorragendes und vertrauensvolles Arbeitsklima innerhalb der Vorstandschaft. Anders hätte auch der Umbruch, der im letzten Jahr innerhalb des Gremiums vollzogen wurde ( 8 von 12 Posten wurden neu besetzt ), nicht so reibungslos von Statten gehen können. Sich so schnell zu finden und auch zurecht zu finden in der neuen Verantwortung war hinsichtlich des sogleich anstehenden OB-Wahlkampfes auch zwingend notwendig. Doch auch diese Aufgabe wurde im Verbund bravourös gemeistert und half auch dabei mit, Abläufe und Verantwortungen schnell zu verteilen und zu übernehmen.
Nach diesem „offiziellen“ Teil des Abends ging man nahtlos in den vierten Roten Abend der SPD Waghäusel über. In guter Tradition verbrachte man, auch mit SPDlern aus umliegenden Ortsvereinen, einen gemütlichen Abend bei leckerem vom Grill und kalten Getränken.
Herbert Sand für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde der ehemalige Fraktionsvorsitzende und jahrelange Vertreter der SPD im Kreistag, Herbert Sand, für 40 Jahre Mitgliedschaft im Ortsverein Waghäusel geehrt. Herbert ist einer der prägenden Genossen der letzten 15 Jahre und ein Vollblut-Kommunalpolitiker. Seit seinem Eintritt im Jahr 1974 ist er aktives Mitglied im Ortsverein und führte als Nachfolger von Artur J. Hofmann zwischen 2006 und 2014 die SPD Fraktion im Waghäuseler Gemeinderat.
Die SPD Waghäusel dankt auf diesem Wege nochmals für die jahrzehntelange Treue!
Schöne Ferien
Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern eine entspannte und erholsame Ferienzeit!