Liebe Leserinnen & Leser,
wir freuen uns, dass Sie sich für die Arbeit unseres Ortsvereins interessieren. Hier finden Sie alles über unsere Arbeit vor Ort in Waghäusel und natürlich über die Personen, die aktiv daran beteiligt sind. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Stöbern.
Herzlichst
Krimhilde Rolli und David Heger, Vorsitzende der SPD Waghäusel
Rund 100 Vorschläge, viele Wünsche und großes Interesse: Unsere Ideensammlung zur Zukunft des Spielplatzes im Ortsteil Waghäusel am 13. September hat gezeigt, wie sehr den Familien die künftige Gestaltung des Spiel- und Bolzplatzes am Herzen liegt. Doch was ist seitdem aus den Anregungen geworden?
Wir haben die Beiträge von rund 80 Ideenzetteln ausgewertet, thematisch gebündelt und an Bürgermeister Andreas Emmerich sowie die Wilhelm-Busch-Grundschule weitergeleitet. Dabei zeichnet sich ein deutliches Bild ab: Gewünscht wird ein naturnaher, generationenübergreifender und vielseitig nutzbarer Spiel- und Begegnungsraum. Besonders häufig genannt wurden Schatten, Kletter- und Rutschmöglichkeiten, Sitz- und Aufenthaltsbereiche sowie Wasserspender. Auch ein Bezug zur Feuerwehr, beispielsweise durch ein entsprechendes Spielgerät, und eine Zusammenarbeit mit der Schule gehören zu den Anregungen.
Bürgermeister Emmerich hat sich für unsere Ideensammlung bedankt und uns die nächsten Schritte aus Sicht der Stadtverwaltung erläutert: Zunächst müsse die konkrete Planung des neuen Feuerwehrhauses abgewartet werden. Erst danach stehe fest, welche Fläche zur Verfügung steht. Anschließend sei grundsätzlich zu entscheiden, ob dort eher ein Bolzplatz oder eher ein Spielplatz entstehen soll. Für einen anschließenden Austausch zeigte er sich offen. Dabei könne gegebenenfalls auch Naturspur, ein Verein, der naturnahe Spielplätze plant, einbezogen werden.
Für uns bleibt die Beteiligung von Kindern und Eltern ein zentrales Anliegen. Wir möchten erreichen, dass ihre Wünsche in die weiteren Planungen einfließen. Zugleich wollen wir Familien ermutigen, sich selbst aktiv an der Gestaltung zu beteiligen – eine wichtige Voraussetzung für eine mögliche Zusammenarbeit mit Naturspur e. V.
Die gesammelten Ideen liegen der Verwaltung und der Schule nun gebündelt vor. Auch wenn die nächsten Planungsschritte zunächst vom Feuerwehrhaus abhängen: Wir bleiben dran und setzen uns dafür ein, dass die Anregungen der Familien im weiteren Verfahren berücksichtigt werden.
Anfänger erkennt man an ihren frisch glänzenden Kugeln, so behauptet es zumindest ein Sprichwort unter Boule-Spielern. Beim diesjährigen Turnier auf dem Boule-Platz des TSV Oberhausen musste sich bei uns niemand darum sorgen. Die Ortsvereine Waghäusel, Oberhausen-Rheinhausen, Philippsburg und Altlußheim spielten gemeinsam. Die Boule-Abteilung des TSV Oberhausen sorgte dankenswerterweise für die Bewirtung. Ihre Mitglieder standen den Teilnehmenden außerdem mit Rat und Tat zur Seite.
Der Ortsverein Waghäusel musste den Wanderpokal verteidigen – vergeblich. In vier Durchgängen wurde hart gekämpft und um jeden Zentimeter gerungen, und es war ein großer Spaß. Philippsburg hat sich am Ende klar den diesjährigen Wanderpokal verdient. Dafür gratulieren wir herzlich! Im kommenden Jahr richtet der Ortsverein Philippsburg das Turnier aus.
Was das alles mit sozialdemokratischer Politik zu tun hat? Eine ganze Menge. Das vor mehr als 100 Jahren in der Provence erfundene Spiel lebt von drei Prinzipien: Die „liberté“ erlaubt es, überall zu spielen, wo die Kugeln rollen. Die „égalité“ sorgt dafür, dass weder Geschlecht noch Alter einen Vorteil bringen. Und wer mit teuren, glänzenden Kugeln punkten will, gibt sich als Anfänger zu erkennen. Anschluss findet man trotzdem, der „fraternité“ unter Boule-Freunden sei Dank. So wurde es ein geselliger Tag, an dem Anfänger wie geübte Spieler ihren Spaß hatten.
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sind nicht nur die Spielregeln beim Boule. Es sind auch die Grundwerte der SPD. Einen ebenso alten wie skurrilen Brauch aus Frankreich haben wir allerdings nicht übernommen: Wer eine Partie zu null verliert, muss „Fanny küssen“. Dabei gibt er dem Bild oder der Statue einer Frau mit nacktem Hintern einen Kuss – auf das Gesäß, versteht sich.
Am Samstag wehten in Philippsburg viele Fahnen. Vor der katholischen Kirche standen rund 100 Menschen bei einer Mahnwache – wir als SPD Waghäusel mittendrin. Wenige Meter weiter versammelten sich Menschen zur Kundgebung „1.000 Fahnen für Deutschland“ – ein Zusammenschluss aus Rechtspopulisten und Verschwörungserzählern.
Dagegen sind wir auf die Straße gegangen. Wenn der Hauptredner laut den Badischen Neuesten Nachrichten erklärt, er sei stolz darauf, wenn politische Gegner ihn „Nazi“ nennen, dann zeigt das, wie Geschichtsvergessen dahergeredet wird – und wieweit die Verbrechen des Nationalsozialismus inzwischen in Vergessenheit geraten sind.
Am 3. Oktober feiern wir die Deutsche Einheit. Schwarz-Rot-Gold steht für Freiheit und Demokratie – nicht für die Freiheit, die Würde anderer mit Füßen zu treten. Die deutsche Flagge gehört niemandem allein. Wir lassen sie nicht denen, die laut „Deutschland“ rufen und zugleich die Werte unserer Demokratie kleinreden.
Philippsburg hat an diesem Samstag auch etwas anderes gezeigt: Rund 100 Menschen sind aufgestanden und haben friedlich widersprochen. Darauf kommt es gerade jetzt an. Demokratie verteidigt sich nicht von selbst. Wir tun es.
Rund 50 große und kleine Besucherinnen und Besucher kamen letzten Sonntag zur Ideenwerkstatt am Spielplatz beim Feuerwehrhaus Waghäusel zusammen. Mehr als 100 Vorschläge zeigen: Der neue Treff- und Spielplatz in der Ortsmitte ist vielen Menschen wichtig.
Der Standortwechsel des bisherigen Spiel- und Bolzplatzes wird durch den geplanten Neubau des Feuerwehrhauses notwendig. Für uns ist klar: Wenn sich die Ortsmitte verändert, müssen die Menschen aus Waghäusel, besonders Kinder, Familien und Jugendliche, von Anfang an mitreden können.
Besonders häufig genannt wurden Rutschen, Schaukeln, Kletterangebote, eine Seilbahn und ein Trampolin. Wichtig sind außerdem Angebote für alle Altersgruppen, Schatten und gute Sitzmöglichkeiten sowie ein Trinkwasserspender. Auch ein Bezug zum Feuerwehrhaus – etwa durch ein Spielgerät im Feuerwehr-Design – fand viele Unterstützer. Die sortierte Sammlung finden Sie hier.
So geht es weiter
Wir werden die über 100 Ideen nun sorgfältig auswerten und thematisch bündeln. Klar ist auch: Nicht alles wird 1:1 umgesetzt werden können. Vielmehr wollen wir ein Gesamtkonzept entwickeln: mit Spielangeboten, Platz für Sport, ausreichend Schatten und Sitzmöglichkeiten sowie einer sinnvollen Verbindung zu Schule, Feuerwehrhaus und den weiteren Spielflächen.
Die Ergebnisse werden wir in die Gespräche mit der Stadtverwaltung einbringen. Denn die Ideen sollen nicht in einer Schublade verschwinden, sondern Grundlage für die Planung sein. Schon jetzt zeigt sich: Ein modernes Feuerwehrhaus und attraktive Spiel-, Sport- und Begegnungsflächen sind kein Gegensatz – sie können gemeinsam dazu beitragen, dass unsere Ortsmitte lebendig bleibt.
Wir bedanken uns herzlich bei allen, die dabei waren, mitdiskutiert, gemalt, geschrieben und ihre Ideen eingebracht haben. So entsteht ein Platz, der zu Waghäusel passt.
Ganz im Zeichen der Blaulichtfamilie stand das vergangene Wochenende: Der THW-Ortsverband Waghäusel hat zum alljährlichen Fest eingeladen, der Andrang war wie immer groß. Gut so! Denn nicht nur national gewinnt das Thema Bevölkerungsschutz zunehmend an Bedeutung, auch bei uns in Waghäusel stehen Veränderungen an: Der THW-Ortsverband benötigt perspektivisch ein neues Zuhause mit mehr Platz und zeitgemäßer Infrastruktur.
Das hat unser THW mit der Feuerwehr in Waghäusel gemeinsam: Durch den im Gemeinderat beschlossenen Neubau des Feuerwehrhauses im Stadtteil Waghäusel ergeben sich in der Ortsmitte Veränderungen: Der Spiel- und Bolzplatz gegenüber des Feuerwehrhauses hat in seiner jetzigen Form keine Zukunft – auf diesem Grundstück soll der Neubau des Feuerwehrhauses entstehen.
Gemeinsam mit vielen Bewohnerinnen und Bewohnern aus dem Stadtteil Waghäusel haben wir deshalb gemeinsam Ideen gesammelt, wie ein künftiger Spielplatz aussehen könnte. Insgesamt sind dabei mehr als 100 Ideen gesammelt worden. Wir werten diese jetzt aus und werden sie hier im Mitteilungsblatt sowie gegenüber der Stadtverwaltung vorstellen.
Das Wochenende zwischen Feuerwehr und THW zeigt: In Waghäusel gibt es eine starke Blaulichtfamilie und viele Menschen, die sich mit großem Einsatz für Sicherheit, Hilfe und Zusammenhalt engagieren. Gleichzeitig wünschen sich die Menschen im Stadtteil gute Orte für Kinder, Jugendliche und Familien.
Das ist kein Widerspruch. Ein modernes Feuerwehrhaus und attraktive Spiel-, Sport- und Begegnungsflächen können Hand in Hand gehen – wenn die Kommunikation stimmt. Der Neubau bietet deshalb die Chance, Sicherheit und Lebensqualität gemeinsam weiterzuentwickeln. Wir bleiben an diesem Ziel dran!
Bild: Das THW-Fest war wie immer gut besucht - auch wir haben uns das Essen schmecken lassen