Mobilität ist ein Grundbedürfnis unserer Zeit. Doch gerade die akuten Herausforderungen zeigen uns, dass wir die Art, uns fortzubewegen, neu denken müssen. Sicher: Auch, wenn der technische Fortschritt hin zur Elektro- und Wasserstoffmobilität das Autofahren verändert, es leiser und emissionsärmer werden lässt – das Auto wird das Straßenbild gerade in ländlicheren Regionen auch in Zukunft weiter prägen.
Doch auch andere Arten der Fortbewegung werden in Zukunft immer wichtiger: Ein kostengünstiger und gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr entlastet unsere Straßen, schont Umwelt, Klima und den eigenen Geldbeutel. Das Rad wird gerade auf Kurzstreckenfahrten innerhalb des Orts immer wichtiger.
Wir verfolgen in Waghäusel seit langem ein Ziel: In unserer Stadt sollen alle Mobilitätsformen gleichberechtigt sein. Doch gerade das Radfahren kam in den letzten Jahrzehnten zu kurz: Radwege waren oft lieblos angelegt, das Fahren auf Straßen mit Tempo 50 gerade für ältere Menschen und Familien mit Kindern keine Option. Wir machen uns seit Jahrzehnten dafür stark, dass mit Fahrradschutzstreifen, Hinweisschildern und vor allem mit Tempo 30 innerorts die Sicherheit auf dem Rad gesteigert wird. Das ist ein wichtiger Baustein der Mobilität von Morgen, die der Idee der „Vision Zero“ folgen muss. Ziel der Vision Zero sind keine Toten und Schwerverletzten mehr im Straßenverkehr.
In den letzten Jahren haben wir in Waghäusel viel erreicht für Radfahrer: Gerade die neuen Tempo 30-Strecken sind ein großer Schritt. Darauf sind wir stolz, aber damit geben wir uns noch nicht zufrieden: Denn unser Ziel ist, dass Waghäusel weiter Radverkehrs-Vorbildsstadt bleibt.
Den Weg dorthin möchten wir festhalten. Deshalb haben wir bei unserer traditionellen Radtour am 1. Mai Beispiele von vorbildlicher Verkehrsführung in Waghäusel gesammelt. Wenn wir in einem Jahr unsere Tour wiederholen, freuen wir uns darauf, noch viele weitere finden zu können!
Die Zukunft wird heute gemacht – denn wie wir morgen leben, entscheidet sich im Hier und Jetzt. Eine starke Gesellschaft für alle, ein zupackender und effektiver Staat, öffentliche Investitionen in Infrastruktur, Wissenschaft und Forschung, eine kraftvolle Wirtschaft, ein starkes souveränes Europa, zukunftsfähige Arbeitsplätze und der Kampf gegen den Klimawandel – das gehört alles zusammen.
Es braucht deshalb eine Partei, die all das auch zusammen denkt: Die Mammutaufgabe Klimaschutz gelingt nur, wenn wir gleichzeitig Klimagerechtigkeit schaffen: Die Bekämpfung der Erderwärmung darf nicht zur neuen sozialen Frage werden. Und das Rückgrat eines starken Sozialstaats ist ein funktionierendes und verantwortungsbewusstes Wirtschaften für das Gemeinwohl. Deshalb braucht es eine Politik, die Brücken baut.
Wir sind stolz, dass am hybriden Landeslistenparteitag unsere Bundestagskandidatin Neza Yildirm mit überwältigender Mehrheit gewählt wurde und so mit dem Rückhalt der Landes-SPD ins Rennen um den Bundestag zieht.
Am Parteitag hat Neza Yildirim ihre ganz persönliche Geschichte als Brücken-Bauerin erzählt: Vom Arbeiterkind mit türkischen Wurzeln raus aus dem Teufelskreis der Abhängigkeit von sozialer Herkunft und Zukunftschancen hin zur Projektleiterin im Wohnbaugewerbe war es ein weiter Weg. Die Brücke dabei war die Bildung – und die SPD, die seit den 70ern mit den Bildungsreformen ganzen Generationen das Versprechen des Aufstiegs durch Bildung gegeben hat.
2021 geht es darum, dass Zukunftsversprechen an unsere Gesellschaft zu erneuern – in der Bildung, aber eben auch in Fragen der Klimagerechtigkeit und vor allem im Sozialen. Die Nach-Corona-Zeit muss die Zeit des Aufbruchs werden. Dieser Aufbruch beginnt hier vor Ort. Doch mit einem Lobbyisten für Aserbaidschan im Bundestag wird dieser nicht gelingen. Es ist Zeit, dass Waghäusel von einer aufrichtigen und glaubwürdigen Kämpferin für das Gemeinwohl in Berlin vertreten wird.
Energiegewinnung aus fossilen Stoffen (Uran, Kohle, Öl...) ist ein Auslaufmodell. Die besten Alternativen sind regional, dezentral und verbrauchernah, wie die Photovoltaikanlage auf dem Hausdach! Aber jede klimaneutrale, ökologische Art der Energiegewinnung hat auch Grenzen, Nachteile. Denken wir an die (aus China angelieferten) Solarmodule oder die Rotorblätter der Windräder, die aus Polyurethanharz-Verbundwerkstoff bestehen. Das alles muss einmal recycelt, entsorgt (?) werden.
Und wie stabil sind unsere Leitungsnetze wenn mal die Sonne nicht scheint, kein Wind weht, eine Kältewelle kommt? Strom, Wärme, Energie braucht jeder, der Verbrauch steigt. Eine große Frage ist, wie wir künftig den Grundlast-Strom erzeugen - ohne fossile Stoffe - bei Verbrauchsspitzen im Winter, in der Nacht, bei Windstille?
Deshalb hat sich der Gemeinderat mit dem Thema Tiefengeothermie in Waghäusel befasst. Wir verstehen die Sorgen, Bedenken und Fragen von vielen Mitbürgern und wir leisten unseren Beitrag zu einer sachlichen Diskussions- und Entscheidungskultur. Themen/Fragen sind die Gefahren, die Sicherheit, Immissionen und Haftungsfragen beim Bau und Betrieb einer solchen komplexen Anlage. Erdbeben, Erschütterungen oder zu hohe Lärmbelästigung werden keine Akzeptanz finden. Für die Bewilligung der Bohrung und den Bau einer solchen Anlage ist „bergrechtlich“ das Regierungspräsidium Freiburg zuständig. Unsere Berggesetze in Baden-Württemberg stammen von 1874 und 1890, erst im Jahr 1982 durch Bundesgesetz vereinheitlicht!
Die Beteiligungsrechte darin bedürfen dringend einer Neufassung, denn die Stadt Waghäusel hat als Träger öffentlicher Belange bei diesem Projekt nur ein Anhörungsrecht.
Eine Chance, Einfluss zu nehmen haben wir nur dann, wenn der Betreiber nicht ein Grundstück von Privat, sondern von der Stadt erwirbt. Aus unserer Sicht käme nur ein Grundstück in sicherer Entfernung von der Wohnbebauung in Frage. Wenn, dann muss es aus wirtschaftlichen Gründen in der Nähe von Abnehmern für die ausgekoppelte Wärmeenergie liegen, also bei Gewerbegebieten. Die Entscheidung ist offen, es sind noch sehr viele Fragen zu klären...
Der 1. Mai gehört denen, die auch heute wieder - am Tag der Arbeit - für uns alle anpacken. All diejenigen verdienen nicht nur unseren Dank, sondern auch unsere Solidarität: Denn Applaus alleine genügt nicht. Gerade in Gesundheitsberufen braucht es endlich mehr Mitsprache für Pfleger*innen, verbindliche Tarifverträge und beste Arbeitsbedingungen.
Dafür kämpfen wir als SPD gemeinsam mit unserer Bundestagskandidatin Neza Yildirim. Auf ihrer Tour durch die Pflegeeinrichtungen der Region war sie auch im AWO Seniorenzentrum Am Hag zu Besuch. Im Gepäck hatte Neza nicht nur ein kleines Geschenk, sondern auch ihre Zuhör-Postkarte, mit der die Beschäftigen ihre Anliegen und Forderungen zusenden können.
Und was sind Ihre Ideen für mehr Gemeinwohl in Gesundheit und Pflege?
Die neu eingeführten Tempo-30-Strecken bedeuten mehr Verkehrssicherheit und weniger Lärm in und um Waghäusels Straßen. Seit die neuen Schilder stehen, hat uns immer wieder die Frage erreicht, warum künftig zwar in allen Wohngebieten Tempo 30 gilt, aber die Haslacher Str. in Waghäusel sowie Teile der Durchgangsstraßen in Wiesental von der Geschwindigkeitsreduzierung ausgenommen sind.
Tempo 30 in den Durchgangsstraßen ist die Folge der Lärmaktionsplanung. Weil Lärm die Gesundheit schädigt, sind Städte und Kommunen europarechtlich dazu verpflichtet, gegen übermäßigen Verkehrs- und Umgebungslärm vorzugehen. Dazu werden alle fünf Jahre sog. „Lärmkarten“ erstellt. Hierfür wurden in den Straßen mit einer Verkehrsdichte von mehr als 8.200 Fahrzeugen am Tag Lautstärkemessungen durchgeführt, denn nur dort ergibt sich rechnerisch eine Lärmbelastung über den Richtwerten. Wo Grenzwerte überschritten wurden, kommt jetzt Tempo 30 aus Lärmschutzgründen. In der Hasslacher Straße liegt die Verkehrsdichte bei nur 4.000 Fahrzeugen am Tag, deshalb wird diese nicht in der Lärmaktionsplanung berücksichtigt und es gilt weiter Tempo 50.
Die Einführung von Tempo-30-Zonen in den Wohngebieten stellt eine separate Maßnahme dar, die lediglich zeitgleich mit der Lärmaktionsplanung umgesetzt wird. Durch die im Umwelt- und Verkehrsausschuss beschlossenen Tempo-30-Zonen in den Wohnstraßen soll der Verkehr dort beruhigt werden. Für die Hauptstraßen kommt Tempo 30 zur Verkehrsberuhigung allerdings rechtlich nicht infrage – denn gerade dort soll der (öffentliche) Verkehr schließlich fließen können.
Wir verstehen den Frust der AnwohnerInnen der Straßen, in denen weiter 50 gilt. Wir haben uns deshalb dafür stark gemacht, dass der Ortsteil Waghäusel ein Hinweis-Banner erhält, welches dazu auffordert, freiwillig Tempo 30 zu fahren. Damit konnten wir uns im Umwelt- und Verkehrsausschuss durchsetzen – so kommt Verkehrsberuhigung auch in Waghäusels Durchgangsstraße.