„Feldhasen, Rebhühner und Fasanen gehören bei uns in der offenen Feldflur bereits zu den seltenen Arten“, so Hans Säubert und Simon Baumgärtner, die sich als kompetente Führer bei der Gemarkungserkundung erwiesen, zu der die SPD Waghäusel eingeladen hatte. Sorge bereiten vor allem die zunehmenden großflächigen Monokulturanlagen, die zur Zeit vor allem mit Mais bestückt sind. Die noch vor wenigen Jahren übliche Kleinparzellierung wird zugunsten von zusammenhängenden großen Flächen aufgegeben. Der wegen Biosprit und Biogas angeheizte Landhunger, der selbst die magersten Brachäcker wieder mit Hilfe von viel Dünger unter den Pflug nimmt, ist der Tod für eine artenreiche Feldflur. Es fällt ins Auge, dass unter dem Mais nur blanker Boden kommt, jegliches Pflanzenwachstum wird weggespritzt. Dass die freie Landschaft auch noch oft als Müllabladeplätze und für Schwarzbauten übelster Art missbraucht wird, ist ein weiteres Ärgernis. Inzwischen sind die von den Jägern und der Gemeinde erst vor einigen Jahren erstellten Biotopstreifen nur noch rudimentäre Inseln in einer sonst ausgeräumten Landschaft.
Der Appell ging an die anwesenden Gemeinderäte, dass zumindest die gemeindeeigenen Äcker nicht zur extrem intensiven landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet werden. Fraktionschef Herbert Sand: „Die Gemeinde hat hier sicherlich eine Vorbildfunktion. Sie muss mit ihren Ackerflächen gegen die Ausräumung der Landschaft agieren. Es darf nicht sein, dass unsere Böden einseitig genutzt und ausgebeutet werden.“ Die wenigen Biotope müssen ausgebaut und durchgängig vernetzt werden. Wie es allerdings nicht sein soll, zeigten Baumgärtner und Säubert an den Biotopinseln entlang der L 555 Richtung Kronau, die unverbunden an einer vielbefahrenen Straße liegen. Tiere können hier nur unter Lebensgefahr von einem Biotop zum anderen wechseln.
Die nächste Vorstandssitzung der SPD Waghäusel findet am 19.11.2013 um 19:00 Uhr im Schwanen in Wiesental statt. Wie seit jeher sind Vorstandssitzungen der SPD-Waghäusel öffentlich. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger von Waghäusel sind herzlich eingeladen, mit dem SPD-Ortsverein und der SPD-Fraktion in einen offenen Informations- und Meinungsaustausch zu treten.
Viel wurde in letzter Zeit über sie gesprochen und geschrieben, dennoch kennen die meisten Bürger die Silos auf dem ehemaligen Südzuckergelände nur von außen. Auf Initiative des SPD- Fraktionsvorsitzenden Herbert Sand wird am Samstag, dem 16. November, um 14 Uhr die Möglichkeit geboten, die Silos z.T. auch von Innen zu besichtigen. Dabei wird der ehemaliger Südzuckermitarbeiter Josef Mörder die Besichtigung fachkundig begleiten und für Fragen zur Verfügung stehen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Begehung teilzunehmen. Treffpunkt ist vor den Silos.
In letzter Zeit gab es in Waghäusel immer wieder kleinere Konflikte zwischen Heger und Pfleger von Wald und Flur und landwirtschaftlicher Nutzung vor Ort. Daher wird die SPD-Fraktion gemeinsam mit Herrn Säubert von der Jagdgemeinschaft eine Momentaufnahme der aktuellen Situation im Rahmen eines kleinen Rundgang durch Wald und Flur machen, um sich über die Probleme direkt vor Ort ins Bild setzen zu lassen.
Treffpunkt am 8. November: 16 Uhr, Parkplatz des Vogelpark Kirrlach
Die Bundestagswahl ist vorbei und somit ist Zeit für ein Resümee. Auch bei einem Ergebnis, das sich die SPD im Land und Bund wohl anders und besser vorgestellt hätte, bleibt unter dem Strich: Am Kandidaten Daniel Born lag das enttäuschende Ergebnis sicher nicht. Ein Kandidat hat es nie leicht, doch Daniel Born bestritt diesen Wahlkampf mit unermüdlichem Einsatz und seiner natürlichen bürgernahen Art und wusste, die Menschen von sich und seinen Themen zu überzeugen. Im Werben für seine Person war er erprobt, schließlich musste er schon parteiintern über ein Jahr vor den Wahlen für sich und seine Person werben, bis er schließlich durch einen Mitgliederentscheid zum Kandidaten gekürt wurde.
Den Wahlabend beging die Wahlkreis SPD in Waghäusel im Wiesentaler Hof, und zwar so wie es während des gesamten Wahlkampf war: Wenn Daniel Born rief, dann waren die Genossinnen und Genossen zur Stelle. Rund Einhundert Mitstreiter fanden sich im Biergarten ein, um das dann letzten Endes ernüchternde Ergebnis auf Bundesebene zur Kenntnis zu nehmen. Erfreulich waren an diesem Abend nur die Zugewinne auf Wahlkreisebene. Doch am Kandidaten, da waren sich alle Anwesende, unter ihnen auch die beiden Kreisvorsitzende der SPD Karlsruhe-Land und SPD Rhein-Neckar, René Repasi und Thomas Funk, als auch die MdL`s Walter Heiler und Rosa Grünstein, einig, konnte es nicht gelegen haben. Daniel Born´s Rede wurde mit Standing Ovations bedacht. Alleine sein unermüdlicher Einsatz und sein grossartiges Engagement hätten ein besseres Ergebnis verdient gehabt, so der einmündige Tenor dieses Abends.
Die SPD Waghäusel bedankt sich bei einem sympathischen und ehrlichen Kandidaten, für den dieser Wahlkampf hoffentlich nur die erste Chance war, für mehr Sozialdemokratie in Bruchsal-Schwetzingen zu kämpfen und zu streiten!