Zu ihrer Vorstandssitzung vergangenen Donnerstag hatte die SPD Waghäusel auch eine Einladung an die Mitglieder der Bürgerinitiative „Für eine lebenswerte Stadt“ ausgesprochen, welche dankend angenommen wurde. Fünf Vertreter der BI konnte der Vorsitzende Sebastian Emmert an diesem Abend begrüßen und dankte sogleich für ihr Kommen, denn es sei „immer der bessere Weg miteinander anstatt nur übereinander zu reden“.
Ein langes Auswahlverfahren scheint nun sein Ende in einer für nahezu alle Seiten zufriedenstellenden Lösung zu finden – wenn auch quasi in der „Nachspielzeit“: Im Dezember des letzten Jahres fiel der Entschluss des Netzbetreibers Transnet BW, den Stromkonverter auf das Gelände „Altrhein“ in unmittelbarer Nähe des Atomkraftwerks Philippsburg zu bauen. Damit fiel die Entscheidung gegen den Standort „Landstraßenäcker“ zwischen Waghäusel und Oberhausen, gegen den sich innerhalb der Bevölkerung massiver Widerstand erhoben hatte. Aber auch die Standortvariante „Hexenblättl“ war damit vom Tisch. Nun schwenkte man Seitens Transnet nach intensiven Beratungen mit der Stadt Philippsburg noch einmal um: Der Konverter soll nicht unweit des Atomkraftwerks entstehen, sondern auf dem Gelände des dann abgeschalteten und rückgebauten AKWs. Die Gemeinderäte aus Philippsburg und Oberhausen-Rheinhausen haben dieser Variante schon zugestimmt, die letztendlich formale Zustimmung der Bundesnetzagentur steht zum jetzigen Zeitpunkt noch aus.
Die nächste öffentliche Vorstandssitzung der SPD Waghäusel findet am
Donnerstag, den 9. Juni
um 19:30 Uhr
im Hotel Cristall, Kirrlach
statt. Alle Mitglieder und Interessierten sind herzlich eingeladen.
Anton Schaaf beerbt René Repasi als Kreisvorsitzenden
Jüngst beschloss der Landesvorstand der SPD Baden-Württemberg, den Weg für Neuwahlen dieses Gremiums auf einem Landesparteitag noch in diesem Herbst frei zu machen. Ein Entschluss, der wohl auch eine Quintessenz aus zahlreichen Kreiskonferenzen sein dürfte, die Landeschef Nils Schmid in den letzten Wochen besuchte, um mit der Basis die Wahlschlappe zu analysieren. So auch am 7. Mai im Pfinztal auf der Kreisdelegiertenkonferenz der SPD Karlsruhe-Land, auf der die SPD Waghäusel mit gleich 9 Delegierten vertreten war.
Nils Schmid betonte in seinem Redebeitrag zu Beginn der Versammlung, dass man sich innerhalb der SPD für den notwendigen Erneuerungsprozess die Zeit nehme, die man brauche und keine Schnellschüsse, sei es in personeller oder struktureller Form, machen werde. „Unsere Erneuerung war von vornerein als dynamischer Prozess angelegt, bei dem einzelne Schritte aufeinander aufbauen. Das betrifft Inhalte, Strukturen und – wo nötig – auch Personen“. Schmid wolle auf jeden Fall diesen Weg der Aufarbeitung und Neuausrichtung aktiv mitbegleiten und moderieren, seine Zukunft nach dem Landesparteitag im Herbst ließ er dabei allerdings offen. In der anschließenden Aussprache wurden teils vehemente Forderungen an Schmid laut, jetzt schon durch einen Rücktritt seinerseits Klarheit zu schaffen und die politische Verantwortung für das Ergebnis der Landtagswahl zu übernehmen.
Personalwechsel folgten bei den Neuwahlen der Kreisvorstandschaft. Nach 7 Jahren trat René Repasi aus Stutensee nicht mehr zur Wahl zum Kreisvorsitzenden an, ihm folgte der langjährige Bundestagsabgeordnete Anton Schaaf. Dem insgesamt 16-köpfige neuen Kreisvorstand gehört als Beisitzerin auch Saskia Heiler aus Waghäusel an.