Unverständnis bei Sozialdemokraten über Vorgänge in der Gemeinschaftsunterkunft
Viel war in den letzten Wochen über die Geschehnisse in der Waghäuseler Gemeinschaftsunterkunft (GU) aus der lokalen Presse zu entnehmen. Gegenüber standen sich dabei Aussagen von Ehrenamtlichen, der Stadt Waghäusel und dem Landratsamt (LRA). Thematisiert wurde dies auch auf der Sitzung der SPD am 8. September.
Mitte August wurden über 50 Bewohner aus der hiesigen GU in andere Unterkünfte umgesiedelt, ein Vorgang, der laut LRA Tage zuvor angekündigt und den Betroffenen mitgeteilt worden war, allerdings eher einer „Nacht- und Nebelaktion“ glich, wovon sich einige Fraktions- und Vorstandsmitglieder der SPD auch „live“ vor Ort ein Bild machen konnten. Die Ehrenamtlichen von Waghäusel hilft! und die Stadtverwaltung geben an, dass Betroffene erst am Vorabend der Verlegung aus einer ausgehängten Liste von den Umzugsplänen in teils 50 Kilometer entfernte Orte erfuhren. Darunter Familien mit schulpflichtigen Kindern, die im letzten Schuljahr hier vor Ort die Schule besuchten, und junge Männer, die Arbeits- und/oder Ausbildungsverträge in Aussicht hatten. Zudem hieß es einst Seitens des LRA, alle Bewohner der GU würden in die nun fertiggestellte neue Unterkunft in der Marie-Curie-Straße umziehen.
Eben jener in den vergangenen Tagen vollzogene Umzug rief neuerliches Unverständnis hervor. So durften die Bewohner nur einen geringen Teil ihrer Habseligkeiten in die neue Unterkunft mitnehmen, ein Großteil der vorhandenen Möbel und Geräte, die vom LRA gestellt oder durch Spenden generiert wurden, blieben in der alten Unterkunft. Was kein Problem darstellen würde, solang diese andernorts einen Zweck erfüllen würden. Doch die Sachen sollen schlicht vor Ort durch das LRA verschrottet worden sein. Was weder einen tieferen Sinn noch Dankbarkeit über Spendenbereitschaft erfüllen würde.
Oktobersitzung der SPD Waghäusel: Donnerstag, 13. Oktober, 19:30 Uhr in MonisVoglhaisl
BUND-Radtour mit SPD-Beteiligung
Innerörtliche Mobilität gehört zu den zentralen Lebensgrundlagen einer Kommune. Die Bedürfnisse der verschiedenen Verkehrsteilnehmer sowie die der Anwohner in ein gutes Gleichgewicht zu bringen, ist das erklärte Ziel der SPD-Waghäusel. Hierbei gilt es insbesondere das Bedürfnis nach Wohnqualität von Anwohnern und das Sicherheitsbedürfnis von Radfahrern zu stärken. Während sich Fußgänger i.d.R. auf Gehsteigen und Autofahrer auf Straßen sicher bewegen können, fallen Radfahrer oft durch das Raster. Ein Umstand, dem sich die Stadt durch ihren Beitritt zum „Arbeitskreis fahrradfreundlicher Kommunen“ angenommen hat. Dies übrigens durch einstimmigen Beschluss aller Fraktionen. Die SPD-Waghäusel begrüßt die Tatsache, dass es nicht nur bei dem Beitritt geblieben ist, sondern dass bereits eine Bestandsaufnahme erfolgte, die der Stadt eine gute Ausgangslage bescheinigt hat und die eine gute Grundlage für das weitere Vorgehen sein kann. Begleitend hierzu unternehmen Mitglieder der SPD-Fraktion zusammen mit dem BUND am heutigen Freitag eine Fahrradtour durch die Kommune, um Brennpunkte aufzuspüren.
Für die SPD ist allerdings klar, dass es mit dem Ausbau des Radwegenetzes nicht getan ist. Zur Erhöhung der Sicherheit im innerörtlichen Straßenverkehr gehört die Einführung von Tempo 30 in allen Nebenstraßen unbedingt dazu. Und hierbei profitieren nicht nur die Radfahrer, sondern auch die Fußgänger und die Anwohner. Was in umliegenden Kommunen schon lang eingeführte Selbstverständlichkeit ist, scheiterte bisher immer an den Mehrheitsverhältnissen im Gemeinderat. Dabei liegen die Vorteile klar auf der Hand. Nachgewiesenermaßen sinken die Zahl der Unfälle und die Zahl der Unfallopfer. Außerdem werden der Verkehrslärm sowie die Luftverschmutzung in den Straßen merklich reduziert. Dies sollte uns Autofahrern die eine Minute wert sein, die das Durchfahren eines Ortsteils durchschnittlich länger dauern kann.
Auch der SPD-Ortsverein Waghäusel beteiligte sich in diesem Jahr am Ferienprogramm der Stadt Waghäusel. Am Dienstag, 16. August, veranstalteten wir eine große Fahrrad-Tour durch Waghäusel und die nähere Umgebung. An insgesamt zehn spannenden Stationen machten wir Halt und blickten zurück auf die Geschichte der Stadt Waghäusel mit allen drei Stadtteilen und der unserer Vorfahren. Dabei gab es vieles zu entdecken: Start beim Marienbrunnen, weiter zur Eremitage, über die Marienwallfahrtskirche entlang der alten B36 durch das Naturschutzgebiet Wagbachniederung. Nach einem kurzen Stopp bei der „Gawell“, dem Punkt an dem der Duttlacher Graben in den Kriegbach mündet, hielten wir für eine größere Rast mit kühlen Getränken, Obst und Keksen an der „Kuatsbrücke“ („Kuhhirtsbrücke“). Es folgten zwei weitere interessante Stationen: Die Josefskapelle und die Katholische Kirche St. Cornelius & Cyprian. Zum Abschluss kehrten wir in der Altdeutschen Weinstube ein, dem ältesten Haus von Kirrlach. Dort erwarteten uns Pommes und leckere Bratwürstchen. Diese Stärkung war nach der über 17 km langen Fahrrad-Tour dringend notwendig. Bevor alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder von ihren Eltern abgeholt wurden, gab es noch ein Quiz mit kniffligen Fragen zu allen Stationen der Tour zu lösen.
Die Fahrrad-Tour hat allen Kinder und auch den Begleitern aus den Reihen des SPD-Ortsvereins sehr großen Spaß gemacht! Schon heute freuen wir uns auf das Ferienprogramm im nächsten Jahr, bei dem sich hoffentlich wieder viele junge Waghäuseler mit uns auf die Suche nach Spuren unserer Vorfahren und Zeugnissen unserer Geschichte machen.
Mit rund 50 Mitgliedern und Freunden der SPD Waghäusel verbrachte man einen gemütlichen Roten Abend. Zum inzwischen 6. Mal traf man sich am Abend des 29. August im AWO-Haus Wiesental bei Leckerem vom Grill und Kaltem von der Bar, die fachfraulich von Stadträtin Sus Woll geführt wurde. Bei bestem Wetter bot sich die Gelegenheit, einen schönen Abend bei polititschen wie unpolitischen Gesprächen zu verbringen. Wie stets gesellten sich, neben OB Walter Heiler, auch Mitglieder anderer Ortsvereine unter die Gäste.
Ein Dank geht an alle Helferinnen und Helfer, die diesen Abend überhaupt ermöglichten.