„Sind wir wirklich so überflüssig?!“ Diese Frage hat eine Erzieherin an unseren SPD-Fraktionsvorsitzenden Andreas Stoch unbedingt loswerden wollen. Wie viele, die zu unserer Talk-Runde in den AWO-Schülerhort Kirrlach gekommen sind, ist auch sie eine speziell ausgebildete Sprachförder-Fachkraft. Nur wie lange noch?
Die Zukunft des erfolgreichen Sprach-Kita Programms ist ungewiss, weil das grün geführte Bundesfamilienministerium und die Landesregierung unter Kretschmann mauern und sich gegenseitig die Verantwortung zuschieben. Denn das Bildungsprogramm kostet Geld. Wir finden: Hier wird am falschen Ende gespart! „Bund und Land stehen in der Verantwortung, die Sprach-Kitas zu retten“, stellte Andreas Stoch heraus. Auf die Frage der Erzieherin mit Sorgen um ihren Job hatte Stoch eine klare Antwort: „Wir brauchen Sie! Sprach-Kitas müssen in die Fläche!“
Seit 2016 fördert das Sprach-Kita-Programm, das auf Initiative der SPD im Bund entstanden ist, die sprachliche Bildung der Kleinsten und entpuppte sich schnell als Erfolgmodell: Inzwischen ist jede achte Kita eine Sprachkita. „Das Thema Sprachförderung erledigt sich doch nicht irgendwann von alleine“, so Stoch und verwies auf Fachkräftemangel und die notwenige Zuwanderung. „Es gilt, Kindern aus diesen Familien beste Startchancen zu geben“, sagte der frühere Kultusminister von Baden-Württemberg. „Inzwischen haben wohl alle verstanden, wie wichtig das Programm ist.“
„Ich finde schon heute keine Fachkräfte“, beschrieb eine Kita-Leiterin ihre Situation. Sie fürchtet eine weitere Verschärfung der ohnehin angespannten Personalsituation, wenn die Sprachförderung wegbricht. „Ich verstehe es nicht. Schon heute gibt es einen riesigen Unterschied zwischen dem, was von uns gefordert wird und was wir leisten können.“
Kommende Woche, so Stoch, werde im Landtag der Haushaltsentwurf vorgelegt. „Wir werden ganz schnell dorthin schauen, wo ‚Sprachförderung‘ drüber steht“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende und versicherte: Die SPD steht an der Seite der Erzieher*innen, um die Sprachkitas zu retten. ????
Viele Menschen machen sich Sorgen, ob sie ihre hohen Wohnnebenkosten noch stemmen können. Doch auch in Krisenzeiten muss Wohnen bezahlbar bleiben. Niemand darf wegen steigender Preise seine Wohnung verlieren oder Strom und Gas abgestellt bekommen. Sollten die Energiepreise weiter steigen, muss unsere Gemeinde ihren Teil dazu beitragen, dass keine Waghäuselerin und kein Waghäuseler im Kalten sitzt. Deshalb hat die SPD nachgehakt: Wie ist es um die Wohnraum- und Energiesicherung in Waghäusel bestellt? Auf unsere Initiative hin beschäftigt sich der Gemeinderat mit diesem drängenden Thema – und das wird höchste Zeit! Unsere komplette Anfrage an die Stadtverwaltung haben wir hier veröffentlicht.
Damit jede und jeder gut durch den Winter kommt, hat die SPD im Bund bereits das Wohngeld verdoppelt und den Empfängerkreis drastisch ausgeweitet. Bisher bekommen 600.000 Haushalte in Deutschland Wohngeld. 40 Prozent der Wohngeldbeziehenden sind Familien (insbesondere Alleinerziehende), 48 Prozent sind Haushalte von Rentnern und Rentnerinnen. Mit der Reform sollen 1,4 Millionen weitere Haushalte dazukommen. Diese Reform hilft auch uns in Waghäusel: Das Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zur Miete für Menschen mit kleinen Einkommen. Auch wer eine Eigentumswohnung oder ein Haus und zugleich wenig Geld hat, kann den Zuschuss beantragen. Ab Januar bekommt ein Wohngeld-Haushalt durchschnittlich rund 370 Euro Unterstützung.
Aber: Bisher haben noch lange nicht alle Haushalte, die berechtigt sind, auch Wohngeld beantragt. Ob man wohngeldberechtigt ist, hängt von einer komplizierten Rechnung ab - eine einfach zu merkende Einkommensschwelle gibt es nicht.
Unser Tipp: Prüfen Sie, ob sie den Zuschuss bekommen können. Einen Wohngeldrechner finden Sie hier.
Bild: atlascompany auf Freepik
Sprache ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und beruflichen Erfolg. Seit 2011 gibt es das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“, das die sprachliche Bildung der Kleinsten fördert. Derzeit ist etwa jede achte Kita in Deutschland eine Sprach-Kita.
Damit könnte bald Schluss sein, obwohl im Koalitionsvertrag genau das Gegenteil vereinbart ist. Stattdessen sieht das grün geführte Bundesfamilienministerium die Verantwortung bei den Bundesländern. Wir finden: Hier wird am falschen Ende gespart! Die frühkindliche Bildung muss gefördert werden, damit Chancengerechtigkeit nicht nur ein leeres Versprechen auf dem Papier bleibt.
Dazu möchten wir mit Andreas Stoch, Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag und Kultusminister a.D., und Fachkräften ins Gespräch kommen: Welche Zukunft haben Sprachkitas?
Am Donnerstag, den 20. Oktober 2022 um 18 Uhr
am AWO-Schülerhort Waghäusel-Kirrlach (Obere Bachstraße 45, 68753 Waghäusel)
Alle Fachkräfte, Interessierte und Mitstreiter*innen für gute, frühkindliche Bildung laden wir herzlich zum Kommen ein.
Wir unterstützen die bundesweite Kampagne „Sprach-Kitas retten“, die sich für einen Erhalt und Fortführung von Sprach-Kitas einsetzt. Die Bundesregierung hat in ihrem Haushaltsentwurf für das Jahr 2023 keine Finanzmittel für die Fortsetzung der Sprach-Kitas eingeplant, obwohl die drei Regierungsparteien im Koalitionsvertrag genau das Gegenteil versprochen haben. Wir finden: Die frühkindliche Bildung muss gefördert werden, damit Chancengerechtigkeit nicht nur ein leeres Versprechen auf dem Papier bleibt. Hier wird am falschen Ende gespart!
Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ ist das erfolgreichste Kita-Programm des Bundes und sorgt tagtäglich durch zusätzliche Mittel und Fachpersonal für eine bessere Qualität der Sprachbildung, Integration und Inklusion von Kindern. In der aktuellen Situation, in der sich Einrichtungen der frühkindlichen Bildung mit Fachkräftemangel, Corona-Pandemie und der zusätzlichen Betreuung von Kindern und Familien aus der Ukraine auseinandersetzen müssen, wäre der Wegfall der Sprach-Kitas ein fataler Fehler mit langfristigen, negativen Folgen.
Ohne die weitere Förderung durch Bundesmittel werden aufgebaute Strukturen wegfallen, Mitarbeiter*innen werden das Arbeitsfeld verlassen, die Beteiligung mit Eltern wird reduziert und Hunderttausende Kinder werden in ihrer Sprachentwicklung nicht mehr so gefördert werden können, wie es durch das Bundesprogramm möglich war. Dabei läuft das System Kindertagesbetreuung derzeit sowieso am Limit, die Belastungen durch die Pandemie wirken immer noch nach und die Personalsituation ist schwierig.
Um für den Erhalt der rund 7.000 Sprach-Kitas und geförderten Fachberatungsstellen des Programms zu kämpfen, hat ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Verbänden, Wissenschaftler*innen, Eltern und Fachkräften eine Petition ins Leben gerufen. Wir laden herzlich zum Mitzeichnen ein, die Petition und Hintergründe sind hier zu finden: https://sprachkitas-retten.de/
Termine:
6. Oktober, 19 Uhr Plüsch Kirrlach: Roter Treff für Mitglieder, Freunde & Interessierte
15. Oktober, 18:30 Uhr AWO-Haus Wiesental: Roter Abend für Mitglieder
Vor allem Menschen mit geringem Einkommen und junge Familien trifft die aktuelle Energiekrise und der Preisanstieg hart: Während Mineralölkonzerne durch die steigenden Ölpreise Milliardengewinne generieren, fragen sich andere, wie sie die nächste Abschlagszahlung bezahlen sollen.
In dieser Situation hat der Gemeinderat in Waghäusel für die Erhöhung der Kinderkrippen-Beiträge gestimmt. Es ist ein falscher Schritt zur Unzeit: Ab dem 1. September steigen die Beiträge für den Krippen-Besuch in Waghäusel um 3,9 Prozent.
Die SPD Waghäusel hat sich gegen diese Erhöhung gestemmt. Unser Ziel ist und bleibt gebührenfreie Bildung von der Kita bis zum Master oder Meister. Derzeit zahlen Familien in Waghäusel aber mehrere hundert Euro für die Betreuung ihrer Kinder, um arbeiten gehen zu können. Kita-Gebühren wirken damit wie eine Steuer für junge Familien und untergraben die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In der aktuellen Situation sind sie eine Zusatzbelastung in einer für viele Familien teils existenzbedrohenden Zeit.
Mit dem Beschluss setzt Waghäusel eine gemeinsame Empfehlung der Kirchen und der kommunalen Landesverbände um. Danach hängt es in Zukunft noch stärker von der Wohngemeinde ab, ob und wie viel der Besuch von Krippe und Kindergarten kostet. Unsere Forderung an die grün-schwarze Landesregierung ist deshalb klar: Es darf nicht weiter von der finanziellen Lage einer Kommune abhängen, ob die Kitas gebührenfrei sind oder nicht. Träger sollen daher eine Ausgleichzahlung vom Land beantragen können, wenn sie auf die Erhebung und Anhebung von Elternbeiträgen verzichten.
Dagegen wehrt sich die Landesregierung bis heute. Doch es gibt auch Lichtblicke: Die SPD-Bundestagsfraktion hat jetzt Vorschläge für ein drittes Entlastungspaket vorgelegt: Neben Direktzahlungen ist auch eine Strom-/Gaspreisbremse für den Grundbedarf, die auch von uns geforderte Anschlusslösung für das 9-€-Ticket und eine dringend notwendige Übergewinnsteuer für die Profiteure der aktuellen Krise.