Reges Bürgerinteresse an Infoveranstaltung mit Oberbürgermeister Walter Heiler
Mit der Neugestaltung des Kreuzungsbereiches Untere-/Obere-Bach-Straße/Waghäuseler-Straße wird der vorläufig letzte Abschnitt des Städtebauerneuerungsprogramm noch 2015 angegangen, so Oberbürgermeister Walter Heiler zu Anfang seiner Vor-Ort Veranstaltung vergangenen Montag. Er verwies dabei auch eingangs auf den Erfolg des Förderprogramms und die hohe bürgerschaftliche Akzeptanz bei dem seit 2007 laufenden Sanierungsprogramm „Ortsmitte Kirrlach“. Insgesamt wurde dabei seitens des Landes eine Investitionssumme von 3,8 Mio € bewilligt.
Knapp 40 private Antragsteller seien zwischenzeitlich in den Genuss von Landesfördermitteln gekommen und haben ihre Immobilien vorbildlich energetisch und gestalterisch aufgewertet. Mitunter wurden bis zu 60 % der Investitionssummen über Zuschüsse gefördert. „Auch die Stadt wird ihren Beitrag zur städtebaulichen Erneuerung leisten. Mit einer attraktiven Platzgestaltung des neuen Raiffeissenplatzes und des Wochenmarktes an der Oberen Bachstraße versuchen wir einer Ausdünnung des Einzelhandels nachhaltig entgegenzuwirken. Kirrlach wird neben dem Platz am Kreuz einen weiteren ansprechend gestalteten innerstädtischen Platz mit einem Café erhalten. Für den Einzelhandel sind weitere Parkplätze geplant.“ Damit stehen seit Beginn der Sanierung mehr als 50 zusätzliche innerstädtische Parkplätze im Ortszentrum von Kirrlach zur Verfügung. Noch im kommenden Sommer wird mit dem Bau des Parkplatzes, (auf dem Gelände der ehemaligen Tankstelle an der Oberen Bachstraße) begonnen. Hier wird künftig auch der Wochenmarkt seinen neuen Standort finden.
Im Bereich der Unteren Bach-Straße soll der Bachlauf des Duttlacher Grabens freigelegt werden. Im Zuge der Platzneugestaltung wird auch ein Café und eine Arztpraxis gebaut. Heiler zeigte sich erfreut über die mit der Volksbank erzielte Einigung. Als Teileigentümerin des „Raiffeissenplatzes“ wird die Volksbank hier auf eigenem Grundstück, insgesamt 17 Parkplätze auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Mit Blick auf die bereits durchgeführten Straßenbaumaßnahmen und die damit verbundenen sichtbar wirksamen Verkehrsberuhigungsmaßnahmen , verwies Heiler auch auf den auf den von dem Gemeinderat auf den Weg gebrachten Bebauungsplan, wonach künftig im Umfeld des Raiffeissenplatzes insgesamt weitere 5 attraktive Wohnbaugrundstücke im Zuge der Neuordnung entstehen werden. “Unsere Ortsmitte gewinnt sichtbar an Attraktivität. Unser Antrag auf Städtebauförderung wurde frühzeitig gestellt,- mit Blick auf das bisher erzielte Ergebnis eine wichtige und richtige Entscheidung! Dies zeigt sich auch darin, dass unsere Bürgerschaft den behutsamen Umbau der Ortsmitte kritisch und mit viel Engagement all die Jahre über positiv begleitet hat.“
Krimhilde Rolli und Roland Herberger geehrt
25 Jahre – eine lange Zeit. Ein viertel Jahrhundert – oder anders vor Augen geführt: Als Krimhilde Rolli und Roland Herberger das erste Mal für die SPD Fraktion in einem Gemeinderatssessel Platz nahmen ward nahezu die Hälfte derer, die vergangenen Sommer mit der deutschen Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft gewannen, noch nicht geboren.
1989 zogen Krimhilde „Max“ Rolli, damals noch für den Ortsteil Waghäusel, und Roland Herberger für den Ortsteil Wiesental erstmals in den Gemeinderat der Stadt ein. Krimhilde hatte eigentlich schon bei der Wahl zuvor genügend Stimmen gesammelt – doch da ihr Mann ebenfalls in den Gemeinderat gewählt wurde, das bessere Ergebnis vorwies und die Gemeindeordnung damals nicht vorsah, dass Ehepaare gemeinsam im Stadtparlament vertreten sind, konnte sie das Mandat nicht antreten. Nun, in der Januarsitzung des Gemeinderates, wurden Rolli, die seit 2009 auch das Amt der 1. Bürgermeisterstellvertreterin ausübt, und Herberger für ihr langjähriges Engagement als Stadträte von Oberbürgermeister Walter Heiler geehrt.
Länger als im Gemeinderat sind beide Geehrte schon innerhalb des SPD-Ortsvereins Waghäusel, auch in führenden Positionen, vertreten. Rolli war bis 2008 über mehr als 25 Jahre Schriftführerin im Ortsverein, Herberger führte als Vorsitzender zwischen 1999 und 2006 den Ortsverein, der in beiden engagierte und loyale Mitstreiter weiß.
Haushaltsrede der SPD Fraktion
Handeln nach dem Vorsichtsprinzip
Haushaltsreden, so hieß es einmal vor Jahresfrist in der lokalen Presseberichterstattung, sind die Königsdisziplin der Kommunalpolitik. Allerdings kann die ungeteilte Aufmerksamkeit auch zu Redebeiträgen verleiten, die der Tradition römischer Zermürbungsreden nahekommen. So tat man in Waghäusel gut daran, sich vor der entsprechenden Sitzung am 19. Januar, fraktionsübergreifend auf eine Redezeit von fünf Minuten zu einigen. Die Qualität des Gesagten sollte so im Vordergrund stehen, nicht die Quantität der Redezeit.
Im Zeichen der Solidarität
In guter Tradition fanden sich vergangenen Sonntag zahlreiche Mitglieder und Freunde der SPD zum Neujahrsempfang der Stadt Waghäusel in der Rheintalhalle Kirrlach ein. Erfreulich war dabei der Zuspruch, den der Neujahrsempfang auch in diesem Jahr wieder Seitens der Bevölkerung erfuhr. In der gut gefüllten Rheintalhalle konnte man so dem Sinn und Zweck des Neujahrsempfangs folgen, nämlich miteinander ins Gespräch zu kommen.
Bei vielen Gesprächen war auch der Rück- und Ausblick, den der Gastgeber Oberbürgermeister Walter Heiler gab, das Thema. Heiler begann seine Rede mit dem, nicht erst, aber besonders seit den Geschehnissen in und um Paris in dieser Woche, Stichwort Solidarität. Er zeigte sich dabei hocherfreut darüber, dass in Waghäusel selbige aktiv gelebt wird. Gerade hinsichtlich der Flüchtlingsunterkünfte in der großen Kreisstadt zeige sich dies. Über 70 Ehrenamtliche haben sich bis heute zusammengetan, um die Hauptamtlichen in ihrer Arbeit zu unterstützen. Und auch die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung und bei ortsansässigen Unternehmen sei überwältigend. Doch Heiler betonte auch, dass „Solidarität keine Einbahnstraße“ sei, wobei nahezu alle Flüchtlinge und Asylbewerber es mehr als zu schätzen wüssten und dankbar für die viele Unterstützung seien, die man vor Ort anbietet. Dies zeigte sich auch dadurch, dass Bewohner der Unterkunft als Gäste am Neujahrsempfang teilnahmen.
Im weiteren Verlauf seiner rund 30 minütigen Rede blickte Heiler sowohl zurück als auch nach vorne in die Waghäuseler Kommunalpolitik und auch auf die anstehende Oberbürgermeisterwahl am 15. März diesen Jahres, bei der er sich erneut zur Wahl stellen wird. „Eine bewusste Entscheidung für meine Heimatstadt“ wie Heiler betonte.
Das Jahr 2014 neigt sich langsam aber stetig dem Ende entgegen. Diese letzten Tage gelten ja gemein hin als die „besinnlichen“, trotz allen unvermeidlichen Weihnachtsstresses. So wird auch die SPD Waghäusel diese letzten Tage nutzen, um sich noch einmal in gemütlicher Runde zu treffen, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und auch einen kleinen Ausblick gen 2015 zu wagen.
Die erste Möglichkeit ergab sich gestern Abend, an dem der neue gewählte Vorstand zum Weihnachtsessen ins Maxi lud. Des Weiteren bietet sich auch der 2. Kirrlacher Weihnachtsmarkt am morgigen Samstag und Sonntag auf dem Goetheschulplatz als gemütlicher Treffpunkt für ein oder zwei kurze Gespräche.
Schmidt-Schoppen am 23. Dezember
Der letzte Treff des Jahres ist dann der zum inzwischen 7. Mal stattfindende „Schmidt-Schoppen“ am 23. Dezember. Wie in den letzten Jahren nutzt man den Ehrentag von Helmut Schmidt als Jahresabschluss, zu dem wie immer alle Mitglieder herzlich eingeladen sind. Beginn ist 11 Uhr in der Altdeutschen Weinstube Kirrlach.