Ortsverein
Die Bundestagswahl ist vorbei und somit ist Zeit für ein Resümee. Auch bei einem Ergebnis, das sich die SPD im Land und Bund wohl anders und besser vorgestellt hätte, bleibt unter dem Strich: Am Kandidaten Daniel Born lag das enttäuschende Ergebnis sicher nicht. Ein Kandidat hat es nie leicht, doch Daniel Born bestritt diesen Wahlkampf mit unermüdlichem Einsatz und seiner natürlichen bürgernahen Art und wusste, die Menschen von sich und seinen Themen zu überzeugen. Im Werben für seine Person war er erprobt, schließlich musste er schon parteiintern über ein Jahr vor den Wahlen für sich und seine Person werben, bis er schließlich durch einen Mitgliederentscheid zum Kandidaten gekürt wurde.
Den Wahlabend beging die Wahlkreis SPD in Waghäusel im Wiesentaler Hof, und zwar so wie es während des gesamten Wahlkampf war: Wenn Daniel Born rief, dann waren die Genossinnen und Genossen zur Stelle. Rund Einhundert Mitstreiter fanden sich im Biergarten ein, um das dann letzten Endes ernüchternde Ergebnis auf Bundesebene zur Kenntnis zu nehmen. Erfreulich waren an diesem Abend nur die Zugewinne auf Wahlkreisebene. Doch am Kandidaten, da waren sich alle Anwesende, unter ihnen auch die beiden Kreisvorsitzende der SPD Karlsruhe-Land und SPD Rhein-Neckar, René Repasi und Thomas Funk, als auch die MdL`s Walter Heiler und Rosa Grünstein, einig, konnte es nicht gelegen haben. Daniel Born´s Rede wurde mit Standing Ovations bedacht. Alleine sein unermüdlicher Einsatz und sein grossartiges Engagement hätten ein besseres Ergebnis verdient gehabt, so der einmündige Tenor dieses Abends.
Die SPD Waghäusel bedankt sich bei einem sympathischen und ehrlichen Kandidaten, für den dieser Wahlkampf hoffentlich nur die erste Chance war, für mehr Sozialdemokratie in Bruchsal-Schwetzingen zu kämpfen und zu streiten!
Besichtigung des Südzuckerareals mit Bundestagskandidat Daniel Born
Auf Einladung der SPD Waghäusel besuchte Staatssekretär Ingo Rust, MdL zusammen mit dem Bundestagskandidaten Daniel Born aus Oberhausen-Rheinhausen, am vergangenen Montag das Südzuckerareal in Waghäusel. Begleitet wurden sie dabei vom SPD-Fraktionsvorsitzenden im Waghäuseler Gemeinderat, Herbert Sand und dem stellvertretenden SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Sebastian Emmert.
Sand erläuterte zunächst die Historie der Eremitage und des dazugehörigen Gelände zu Zeiten der Südzucker bis zum Kauf durch die Stadt Waghäusel im Jahr 1997. Seither wurde und wird, auch dank Landesmitteln aus dem Städtebauprogramm des Finanzministeriums, die Eremitage wieder hergerichtet und denkmalgetreu renoviert. Auch das dazugehörige Gelände wird Schrittweise in Gewerbeflächen umgewandelt mit dem Ziel einen attraktiven hochwertigen Gewerbepark zu schaffen. Ein großer und wichtiger Schritt, wie Sand betonte, gerade im Hinblick auf die künftige Große Kreisstadt. „Wenn man bedenkt, dass die Eremitage lange Zeit wenig Gegenliebe erfahren hat und von manchen am Liebsten mitsamt den Fabrikhallen beinahe abgerissen worden wäre, so ist es wunderbar zu sehen, dass das „Schlösschen“ inzwischen zu einem, wenn nicht gar dem, Wahrzeichen der Stadt Waghäusel entwickelt hat. Mit dem Stadtfest, dem im Juni stattgefundenen Kultursommer und der Nutzung des Kavaliershauses unter Leitung der Familie Heinzmann – mit all dem bringt man wieder Leben an diesen Standort“.
Nächster Termin: Am 5. September wird der Baden-Württembergische Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten, Peter Friedrich, Waghäusel besuchen.
Bei der Jahreshauptversammlung der SPD Waghäusel am 5. Juli im AWO-Haus Wiesental referierte der Vorsitzende Lutz Schöffel vor den zahlreich erschienenen Mitgliedern über aktuelle kommunalpolitische Themen. Neben der Schulentwicklung und der kontrollierten Entwicklung alternativer Energien am Standort Waghäusel war vor allem die Offenlegung des Wagbachs bei der Eremitage ein heißer Diskussionspunkt. Einigkeit herrschte bei den Anwesenden darüber, dass die Verlegung des Wagbachs schon immer die zentrale Voraussetzung für die Nutzung des Gewerbegebiets Eremitage gewesen sei. Die Befreiung des Wagbaches aus seiner Verdolung müsse vernünftigerweise in einen natürlichen Bachverlauf mit Raum für Tiere und Pflanzen münden und eine Kanalisierung zwischen hässlichen Spundwänden sei dabei zu vermeiden. „Die Spundwandvariante wäre etwas, was man als monströs bezeichnen würde“, so Schöffel. Dass diese Lösung den Bürgern der Stadt zusätzlich einen sechsstelligen Betrag einspart, wurde sehr begrüßt. Denn dass ein solches Unterfangen nicht billig sein würde, war von Anfang an klar. Dass man aber nur die Kosten hinstellt und nicht deren Reduzierungen, wie von anderen örtliche Parteien praktiziert, sei in diesem Fall billige Effektascherei!
Zum Bedauern aller muss allerdings der Saftladen dem Renaturierungsvorhaben weichen. „Für die beiden Vereine, die diese Räume einmal pro Woche genutzt haben, muss deshalb eine schnelle Alternative gefunden werden“, forderte Stadtrat Tobias Scholtes. „Wir freuen uns aber schon auf das aufgewertete Außengelände mit Bachlauf vor dem Martin von Cochem Haus“. Schöffel wünschte sich abschließend zu diesem Thema gerade in Richtung der Waghäuseler Christdemokraten, zu ihrer einstimmigen Zustimmung zu diesem Projekt zu stehen und im Nachhinein keinen Populismus mit verdrehten Fakten zu betreiben.
Zu seiner kommunalpolitischen Jahresanalyse am Ende des Jahres hatte der SPD Ortsverein Waghäusel aus aktuellen Anlass die Vertreter der neu gegründeten Bürgerinitiative Ärztlicher Notfalldienst Kirrlach eingeladen. Die BI berichtete zunächst von ihren Beweggründen, aktiv zu werden und an die Öffentlichkeit zu gehen. So erfuhren auch die Mitarbeiter des Notfalldienstes völlig überraschend und unerwartet von den Schließungsplänen der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg. Dies sei nicht hinnehmbar, schließlich sei der Notfalldienst Kirrlach für knapp 74.000 Einwohner in Waghäusel und den umliegenden Ortschaften im Einsatz. Zusätzlich werden ein Dutzend Alten- und Pflegewohnheime betreut, was für den Standort des Ärztlichen Notdienstes in Kirrlach entscheidend sei. Der nächste erreichbare Notfalldienst oder ein Krankenhaus sind zu weit entfernt, wobei es doch gerade wichtig sei, die Erstversorgung durch schnelle Erreichbarkeit sicherzustellen. Durch ein Wegfallen des Notfalldienstes Kirrlach wäre eben diese Erstversorgung gefährdet, zudem müssten längere Wege und längere Wartezeiten von den Patienten in Kauf genommen werden.
Lutz Schöffel, Vorsitzender der SPD Waghäusel, dankte der BI für ihr Engagement und sicherte die uneingeschränkte Unterstützung der Fraktion und des Ortsvereins zu. „Es kann nicht sein, dass nicht nachvollziehbare Umstrukturierungen zum Nachteil der Bürgerinnen und Bürger gereichen.“ Man vereinbarte einen Vor-Ort-Termin, der noch in dieser Woche stattfinden wird. Informationen zur Bürgerinitiative findet man unter BIKINO, wo Unterstützer zum Erhalt des wichtigen Notfalldienstes sich in einer Onlinepetition eintragen können. Petitionslisten werden auch in den nächsten Tagen in den Geschäften in und um Waghäusel ausgelegt werden.
Am Freitag, den 13. Juli, trafen sich Mitglieder und Freunde des Ortsvereins in Wiesental zum 1. Roten Abend der SPD Waghäusel. Der Hof des AWO Hauses bot eine wunderbare Gelegenheit, um an diesem Abend bei Grillgut und Getränken in launiger Runde zu verbleiben. Auch Mitglieder anderer Ortsvereine folgten der Einladung, und so konnte man Genossen aus Kronau, Philippsburg und Oberhausen-Rheinhausen in der Runde begrüßen.
Ein insgesamt gelungener Abend in ungezwungener Atmosphäre, der bestimmt nicht der letzte seiner Sorte bleiben dürfte.