Ortsverein
Alle zwei Jahre zeichnet das „World Mayor Project“ Bürgermeister aus, die in und für ihre Gemeinden Herausragendes geleistet haben. In der vergangenen Woche wurden die Preisträger für das Jahr 2016 bekannt gegeben. Unter den weltweiten Preisträgern tauchen die Namen der (Ober)Bürgermeister von Städten wie beispielsweise Köln und Schwäbisch-Gmünd als deutsche Vertreter oder Athen und Buenos Aires. Unter den Preisträgern findet sich mit Wolfgang G. Müller auch der Bürgermeister der Gemeinde Lahr im Schwarzwald.
Aufgewachsen ist Wolfgang G. Müller im Waghäuseler Stadtteil Kirrlach. Sein Vater Friedrich Müller war bis 1972 der letzte Landrat des Landkreises Bruchsal und wurde 1996 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Waghäusel verliehen. Ein Jahr darauf wurde Wolfgang Müller erstmals zum Oberbürgermeister von Lahr gewählt und hat dieses Amt nach zwei erfolgreichen Wiederwahlen bis heute inne. Ausgezeichnet wurde er für seine gelungene Integration von über 9000 russischen Spätaussiedlern in seiner Gemeinde Ende der 90iger Jahre, die zum damaligen Zeitpunkt selbst „nur“ 35.000 Einwohner zählte. Heute sind es knapp 45.000 Einwohner. Dieses Beispiel vorbildhafter Integration würdigte die World Mayor Society nun mit dem zweiten Platz. Vor Müller gelangte nur der Bürgermeister der belgischen Stadt Mechelem.
Im Namen der SPD Waghäusel gratulierte die Vorsitzende Ulrike Lechnauer-Müller. „Insbesondere in der heutigen Zeit, in der viele sagen: „Es geht nicht!“ sind Menschen wichtig, die zeigen: „Seht her, es geht!““.
Unverständnis bei Sozialdemokraten über Vorgänge in der Gemeinschaftsunterkunft
Viel war in den letzten Wochen über die Geschehnisse in der Waghäuseler Gemeinschaftsunterkunft (GU) aus der lokalen Presse zu entnehmen. Gegenüber standen sich dabei Aussagen von Ehrenamtlichen, der Stadt Waghäusel und dem Landratsamt (LRA). Thematisiert wurde dies auch auf der Sitzung der SPD am 8. September.
Mitte August wurden über 50 Bewohner aus der hiesigen GU in andere Unterkünfte umgesiedelt, ein Vorgang, der laut LRA Tage zuvor angekündigt und den Betroffenen mitgeteilt worden war, allerdings eher einer „Nacht- und Nebelaktion“ glich, wovon sich einige Fraktions- und Vorstandsmitglieder der SPD auch „live“ vor Ort ein Bild machen konnten. Die Ehrenamtlichen von Waghäusel hilft! und die Stadtverwaltung geben an, dass Betroffene erst am Vorabend der Verlegung aus einer ausgehängten Liste von den Umzugsplänen in teils 50 Kilometer entfernte Orte erfuhren. Darunter Familien mit schulpflichtigen Kindern, die im letzten Schuljahr hier vor Ort die Schule besuchten, und junge Männer, die Arbeits- und/oder Ausbildungsverträge in Aussicht hatten. Zudem hieß es einst Seitens des LRA, alle Bewohner der GU würden in die nun fertiggestellte neue Unterkunft in der Marie-Curie-Straße umziehen.
Eben jener in den vergangenen Tagen vollzogene Umzug rief neuerliches Unverständnis hervor. So durften die Bewohner nur einen geringen Teil ihrer Habseligkeiten in die neue Unterkunft mitnehmen, ein Großteil der vorhandenen Möbel und Geräte, die vom LRA gestellt oder durch Spenden generiert wurden, blieben in der alten Unterkunft. Was kein Problem darstellen würde, solang diese andernorts einen Zweck erfüllen würden. Doch die Sachen sollen schlicht vor Ort durch das LRA verschrottet worden sein. Was weder einen tieferen Sinn noch Dankbarkeit über Spendenbereitschaft erfüllen würde.
Oktobersitzung der SPD Waghäusel: Donnerstag, 13. Oktober, 19:30 Uhr in MonisVoglhaisl
Ein langes Auswahlverfahren scheint nun sein Ende in einer für nahezu alle Seiten zufriedenstellenden Lösung zu finden – wenn auch quasi in der „Nachspielzeit“: Im Dezember des letzten Jahres fiel der Entschluss des Netzbetreibers Transnet BW, den Stromkonverter auf das Gelände „Altrhein“ in unmittelbarer Nähe des Atomkraftwerks Philippsburg zu bauen. Damit fiel die Entscheidung gegen den Standort „Landstraßenäcker“ zwischen Waghäusel und Oberhausen, gegen den sich innerhalb der Bevölkerung massiver Widerstand erhoben hatte. Aber auch die Standortvariante „Hexenblättl“ war damit vom Tisch. Nun schwenkte man Seitens Transnet nach intensiven Beratungen mit der Stadt Philippsburg noch einmal um: Der Konverter soll nicht unweit des Atomkraftwerks entstehen, sondern auf dem Gelände des dann abgeschalteten und rückgebauten AKWs. Die Gemeinderäte aus Philippsburg und Oberhausen-Rheinhausen haben dieser Variante schon zugestimmt, die letztendlich formale Zustimmung der Bundesnetzagentur steht zum jetzigen Zeitpunkt noch aus.
Alles neu macht der Mai – so heißt es im Volksmund. Neu war an diesem 1. Mai 2016 zweierlei: Zum Einen hielt seit gefühlt mehreren Jahren erstmals das Wetter. Zum Anderen tat es die SPD Waghäusel in diesem Jahr vielen Bürgerinnen und Bürgern gleich und setzte sich aufs Rad um mehrere Stationen in den Ortsteilen anzufahren. Bei wie erwähnt wunderbarem Radfahrwetter begann man die Tour am Morgen im Voglhaisl in Waghäusel und endete nach je zwei Stationen in Wiesental und Kirrlach am späten Nachmittag beim Liederkranz. Die Resonanz bei den vielen Gesprächen, die man an diesem Tag führen konnte, war eine durchweg positive. Vielen Dank an alle Vereine und auch an alle aktiven Mitradler.